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Antiblockiersystem (ABS)

Antiblockiersystem (ABS)

Was ist das Antiblockiersystem (ABS)?

Das Antiblockiersystem, kurz ABS (englisch Anti-lock Braking System), ist ein elektronisches Sicherheitssystem, das in allen aktuellen Fahrzeugen für kontrollierte Bremsungen sorgt. Es verhindert, dass die Räder bei starkem Bremsen blockieren – und hält das Auto dadurch lenkbar.

So funktioniert ABS

Das System überwacht laufend die Drehzahl jedes Rads. Droht ein Rad zu blockieren, senkt das ABS blitzschnell den Bremsdruck an genau diesem Rad, lässt es kurz wieder drehen und bremst erneut – viele Male pro Sekunde. So bleiben Seitenführung und Lenkbarkeit erhalten, und auf nasser Fahrbahn verkürzt sich der Bremsweg. Auf trockener Straße oder losem Untergrund wie Schnee kann der Bremsweg dagegen etwas länger ausfallen.

Häufige Fragen

Wie macht sich ein defekter ABS-Sensor bemerkbar?

Typisch sind die leuchtende ABS-Warnleuchte, teils auch die ESP-/ASR-Leuchte, ein verändertes Bremsverhalten sowie ein ungewohnt hartes oder pulsierendes Bremspedal. Häufig schaltet sich die ABS-Funktion zur Sicherheit ganz ab.

Welche Ursachen hat ein defekter ABS-Sensor?

Meist Kabelbruch oder Kontaktprobleme durch Schmutz, Salz, Wasser und Korrosion, außerdem Verschleiß oder Beschädigung durch Steinschlag und Unfälle sowie defekte Magnettechnik am Sensorring an Radnabe oder Lager.

Kann man mit defektem ABS-Sensor fahren?

Eingeschränkt ja – die normale Bremse bleibt erhalten. Bei Nässe oder Glätte drohen aber längere Bremswege und der Verlust der Lenkbarkeit bei Vollbremsung. Fahren Sie daher zügig in die Werkstatt.

Seit wann ist ABS Pflicht?

Das erste elektronisch gesteuerte ABS kam 1978 in Serie. Seit dem 1. Juli 2004 ist es im Rahmen der EU-Sicherheitsvorgaben für alle Neuwagen verpflichtend.

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