Warum Sie ein E-Auto nie selbst abschleppen sollten
Beim Abschleppen eines Elektroautos sind einige Besonderheiten zu beachten. Auf keinen Fall sollten Sie in Eigenregie handeln, denn bei unsachgemäßem Vorgehen droht ein lebensgefährlicher Stromschlag. Der Elektromotor darf sich nur drehen, wenn das Hochvoltsystem aktiv ist – deshalb werden Pannenhelfer eigens darin geschult, Elektrofahrzeuge spannungsfrei zu schalten und für den Transport zu sichern.
Wie häufig bleiben E-Autos liegen?
Die Wahrscheinlichkeit, mit einem Elektroauto wegen eines Defekts liegenzubleiben, ist vergleichsweise gering, da deutlich weniger anfällige Verschleißteile verbaut sind als bei einem Verbrenner. Häufiger ist eine leere Antriebsbatterie der Grund – ähnlich wie ein leerer Tank beim Verbrenner.
Was die Fachkraft beim Abschleppen beachtet
Ein geschulter Pannenhelfer zieht zunächst den Zündschlüssel ab und schaltet schlüssellose Zugangssysteme aus. Anschließend wird der Trennstecker der Hochvoltbatterie, der sogenannte Disconnector, gezogen. Sowohl beim Verladen auf ein Abschleppfahrzeug als auch beim Abschleppen per Stange oder Seil sind die Herstellervorgaben strikt einzuhalten: Am Ansetzpunkt dürfen sich keine Hochvolt-Komponenten befinden, und das Fahrzeug darf nur an den vorgesehenen Hebepunkten angehoben werden, um Schäden an der Batterie zu vermeiden. Da auch nach dem Abschalten eine Restspannung möglich ist, erkennt die Fachkraft erst anhand der Kennzeichnung, wann das Fahrzeug sicher transportiert werden kann – das dauert je nach Hersteller einige Minuten.
Fazit
Um weder Ihre Gesundheit noch die Funktion Ihres Elektroautos zu gefährden, führt am Hinzuziehen eines geschulten Pannenhelfers kein Weg vorbei.