Pflicht-Ausstattung für den Notfall
Der Verbandskasten, auch Erste-Hilfe-Kasten genannt, ist ein meist oranger Kunststoffkoffer im Auto, der mit Verbandmitteln und Erste-Hilfe-Ausrüstung bestückt ist. In Deutschland besteht die Pflicht, einen gültigen Verbandskasten mitzuführen. Sein Inhalt richtet sich nach der DIN-Norm 13164, die zuletzt unter anderem um zwei OP-Masken ergänzt wurde.
Häufige Fragen
Was muss im Verbandskasten enthalten sein?
Vorgeschrieben ist eine genau definierte Bestückung, darunter Pflasterset und Heftpflaster, Fixier- und Verbandbinden, Wundkompressen und Verbandpäckchen, ein Dreiecktuch, eine Rettungsdecke, eine Verbandschere, medizinische Einmalhandschuhe, Feuchttücher, eine Erste-Hilfe-Anleitung sowie zwei OP-Masken. Nicht Teil des Kastens, aber ebenfalls Pflicht sind Warndreieck und je eine Warnweste pro Sitzplatz.
Wie lange hält ein Verbandskasten und was kostet er?
In der Regel muss er etwa alle fünf Jahre bzw. zum aufgedruckten Verfallsdatum erneuert werden. Ein Verbandskasten ist bereits ab wenigen Euro erhältlich; mehr als rund 15 Euro muss man für einen Hartplastikkoffer meist nicht zahlen. Einzelne verbrauchte Bestandteile lassen sich nachkaufen, solange der übrige Inhalt nicht abgelaufen ist.
Was passiert bei fehlendem oder abgelaufenem Verbandskasten?
Wird bei einer Kontrolle ein fehlender, abgelaufener oder unvollständiger Verbandskasten festgestellt, droht ein Verwarngeld von etwa 10 bis 15 Euro; bei Wiederholung kann es teurer werden. Abgelaufene Kästen müssen komplett getauscht werden – es dürfen keine alten Utensilien übernommen werden.
Wo bewahrt man den Verbandskasten am besten auf?
Eine feste Vorschrift zum Ablageort gibt es nicht. Empfehlenswert ist ein gut erreichbarer Platz im Innenraum, etwa unter dem Beifahrersitz. Vom Kofferraum wird abgeraten, da er nach einem Unfall schwer erreichbar sein kann.
