Was ist die Abgasuntersuchung (AU)?
Die AU, kurz für Abgasuntersuchung, ist fest mit der Hauptuntersuchung (HU) verbunden – im Alltag fasst man beides unter dem Begriff TÜV zusammen. Durchführen dürfen die Prüfung neben dem TÜV auch Organisationen wie DEKRA, KÜS oder GTÜ. Ziel ist es, Umwelt- und Herstellervorgaben zuverlässig zu kontrollieren.
Was wird bei der AU geprüft?
Bei Benzinern misst die Werkstatt den CO-Gehalt, den Lambda-Wert sowie unverbrannte Kohlenwasserstoffe (HC-Wert). Bei Dieseln stehen die Rußdichte (k-Wert) und die Partikelanzahl im Fokus. Unabhängig vom Antrieb werden zudem die Auspuffanlage auf Dichtheit geprüft und der Fehlerspeicher per OBD-Gerät ausgelesen. Reine Elektroautos sowie bestimmte Oldtimer sind von der AU befreit.
Häufige Fragen
Wie oft braucht ein Auto eine Abgasuntersuchung?
In der Regel steht die AU alle zwei Jahre gemeinsam mit der Hauptuntersuchung an. Bei Neuwagen gilt eine Ausnahme: Sie müssen erstmals nach drei Jahren vorfahren und danach im Zwei-Jahres-Rhythmus.
Ist die Abgasuntersuchung noch Pflicht?
Ja. Die AU ist weiterhin verpflichtend und im Abstand von zwei Jahren fällig. Seit 2010 ist sie fester Bestandteil der Hauptuntersuchung.
Ist der TÜV Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung zugleich?
Genau. Umgangssprachlich meint TÜV die Kombination aus Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU).
Ab wann ist die Abgasuntersuchung für Motorräder Pflicht?
Seit April 2006 müssen auch Motorräder alle zwei Jahre zur AUK, der Abgasuntersuchung für Krafträder. Das betrifft Maschinen mit mehr als 50 ccm Hubraum, einer Höchstgeschwindigkeit über 45 km/h und Erstzulassung ab dem 1. Januar 1989.
