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Autonomes Fahren

Was ist autonomes Fahren?

„Autonom” stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie eigenständig. Auf Fahrzeuge übertragen meint autonomes Fahren die Fortbewegung ohne aktives Eingreifen eines Fahrers. Frühe Vorläufer dieser Entwicklung waren Systeme wie ABS, ESP und die Automatikschaltung.

Die Stufen des autonomen Fahrens

Die Standardisierungsorganisation SAE International unterscheidet sechs Stufen: Stufe 0 (der Fahrer fährt selbst), Stufe 1 (assistiertes Fahren, z. B. Abstandstempomat), Stufe 2 (teilautomatisiert, etwa Einparken, Spurhalten und Bremsen), Stufe 3 (automatisiert – das Auto fährt unter Bedingungen selbst, der Fahrer übernimmt auf Aufforderung), Stufe 4 (vollautomatisiert in definierten Bereichen, ohne dauerhafte Aufmerksamkeit) und Stufe 5 (vollständig autonom, ohne Lenkrad und Pedale). Daneben gibt es „Stufe 2+”, die ähnlich wie Stufe 3 arbeitet, aber dauerhafte Aufmerksamkeit verlangt.

Häufige Fragen

Wann ist autonomes Fahren in Deutschland erlaubt?

Deutschland und die EU regeln das deutlich restriktiver als etwa die USA oder China. Seit 2021 dürfen autonome Fahrzeuge grundsätzlich am Straßenverkehr teilnehmen, die konkreten Detailregeln werden aber weiter erarbeitet. Aktuell ist maximal Stufe 3, also der automatisierte Modus, zugelassen.

Wie weit ist die Technik heute?

In den USA und China sind bereits Robotaxi-Flotten im Einsatz, teilweise ganz ohne Person am Steuer. Einzelne Premiumhersteller bieten Level-3-Systeme an, während viele neue Modelle auf Level 2+ unterwegs sind.

Welche Vor- und Nachteile hat autonomes Fahren?

Da rund 90 Prozent der Unfälle auf menschliches Versagen zurückgehen, verspricht autonomes Fahren deutlich weniger Unfälle, flüssigeren Verkehr und mehr Komfort. Als Nachteile gelten ein möglicher Anstieg des Verkehrsaufkommens, Risiken durch Softwarefehler sowie – bei vernetzten Systemen – die Gefahr von Hackerangriffen.

Ist autonomes Fahren ethisch vertretbar?

Eine Ethikkommission des Bundesverkehrsministeriums hält autonome Systeme nur dann für vertretbar, wenn sie im Vergleich zum menschlichen Fahren zu weniger Schäden führen. Kritisch sieht sie vor allem mögliche Fähigkeitsverluste des Menschen.

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