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Bidirektionales Laden

Was ist bidirektionales Laden?

Bidirektional heißt „in beide Richtungen“: Beim bidirektionalen Laden fließt der Strom nicht nur von der Energiequelle ins E-Auto, sondern auch wieder zurück oder an einen anderen Verbraucher. Man spricht von der Vehicle-to-Technologie mit Varianten wie V2L, V2H, V2G, V2V und V2X. Die Idee dahinter: die langen Standzeiten eines Autos – im Schnitt rund 23 Stunden am Tag – sinnvoll nutzen.

Die wichtigsten Varianten

Bei Vehicle-to-Load (V2L) dient das Auto als mobile Powerbank: Über eine Schuko-Steckdose lassen sich Geräte wie Kaffeemaschine, Laptop oder E-Bike betreiben. Bei Vehicle-to-Home (V2H) speist das Fahrzeug über eine geeignete Wallbox Strom ins Hausnetz – etwa als Speicher für die eigene Photovoltaik-Anlage. Bei Vehicle-to-Grid (V2G) geht der Strom ins öffentliche Netz und kann sogar vergütet werden. V2V lädt ein anderes Fahrzeug, und V2X fasst alle Möglichkeiten zusammen.

Häufige Fragen

Welche Nachteile hat bidirektionales Laden?

Noch sind nur wenige Fahrzeuge und Wallboxen technisch dafür ausgerüstet. Häufiges Laden und Entladen kann die Batterie schneller altern lassen – teils erlischt sogar die Garantie bei V2H-Nutzung. Und bei V2G droht ohne klare gesetzliche Regeln eine Doppelbesteuerung bei Ein- und Ausspeisung.

Welche Autos und Wallboxen können bidirektional laden?

Die Auswahl wächst, ist aber noch überschaubar. V2L beherrschen bereits viele neue E-Modelle; einzelne Modelle können auch V2H und sind für V2G vorbereitet. Voraussetzung ist eine bidirektionale Wallbox mit Wechselrichter – solche Geräte kosten meist zwischen rund 1.200 und 2.000 Euro.

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