E-Auto richtig laden
Beim Laden eines Elektroautos lohnt sich etwas Hintergrundwissen – von Ladestand und Steckertypen bis zu Kosten und Lademöglichkeiten. Die wichtigsten Fragen im Überblick.
Häufige Fragen
Warum sollte man ein E-Auto nur auf 80 % laden?
Ab rund 80 % drosselt das Batteriemanagement die Ladegeschwindigkeit; die letzten 20 % brauchen überproportional viel Zeit. Für den Alltag ist Laden bis 80 % daher effizienter und schont zugleich den Akku.
Bei welchem Akkustand sollte man laden?
Idealerweise zwischen etwa 10 bis 20 Prozent und 80 Prozent. Eine Tiefenentladung sollte man vermeiden, da sie einzelne Zellen schädigen kann. Wenn es nicht nötig ist, muss man nicht täglich vollladen.
Ist Laden günstiger als Tanken?
In der Regel ja. Am günstigsten ist Hausstrom, besonders mit eigener Photovoltaik; teurer wird öffentliches Laden, am teuersten das Ad-hoc-Laden ohne Ladekarte. Grobe Spanne: rund 18 Cent/kWh mit PV bis etwa 60 Cent/kWh bei überwiegend öffentlichem Laden.
Kann ich ohne Ladekarte laden?
Ja, per Ad-hoc-Laden über QR-Code oder Kredit-/Debitkarte – allerdings deutlich teurer als mit einer vertragsbasierten Ladekarte. Mit Roaming-Karten lässt sich an nahezu allen Ladepunkten laden.
Kann ich zu Hause an der Steckdose laden?
An einer normalen Haushaltssteckdose (Schuko) nur im Notfall: Sie ist nicht für Dauerlast ausgelegt (Überhitzungsgefahr) und lädt mit nur etwa 2,3 kW sehr langsam. Besser ist eine fest installierte Wallbox.
In welcher Reihenfolge lädt man?
Erst das Kabel an der Ladestation oder Wallbox einstecken, dann am Auto. Zum Beenden in umgekehrter Reihenfolge: erst am Auto lösen, dann an der Station.
Welche Autos können bidirektional laden?
Inzwischen sind zahlreiche aktuelle E-Modelle dafür ausgestattet oder vorbereitet. Details dazu finden Sie im Beitrag „Bidirektionales Laden“.