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Mildhybrid

Der sanfte Einstieg in die Elektromobilität

In einem Mildhybrid arbeiten Verbrennungs- und Elektromotor zusammen: Die Basis bildet der klassische Antrieb, dem ein kleiner Elektromotor unterstützend zur Seite steht – etwa beim Anfahren oder Überholen. So sinkt der Verbrauch und die Effizienz steigt, ohne dass Komplexität und Kosten stark zunehmen. Ein Mildhybrid-System (MHEV) besteht typischerweise aus einem kleinen Generator, einer kleinen Lithium-Ionen-Batterie und dem Verbrennungsmotor; die meisten Systeme nutzen ein 48-Volt-Bordnetz. Beim Bremsen gewonnene Energie wird über den Elektromotor in Strom umgewandelt und in der Batterie gespeichert.

Häufige Fragen

Welche Vorteile haben Mildhybride?

Die Batterie muss nicht extern geladen werden, da der Strom allein über Rekuperation und Motorbetrieb entsteht – Reichweiten- oder Ladeinfrastruktursorgen entfallen. Der Spritverbrauch sinkt je nach Modell und Fahrweise um rund 5 bis 15 Prozent. Der Elektromotor unterstützt das Start-Stopp-System und gibt beim Anfahren und Überholen einen zusätzlichen Schub. Zudem fühlt sich das Fahren kaum anders an als bei einem reinen Verbrenner, und Mildhybride sind oft auch mit Schaltgetriebe erhältlich.

Haben Mildhybride auch Nachteile?

Im Wesentlichen nur finanzielle: In der Anschaffung sind sie etwas teurer als reine Verbrenner – aber günstiger als Voll- oder Plug-in-Hybride und Elektroautos. Durch die komplexere Technik können zudem etwas höhere Wartungs- und Reparaturkosten anfallen.

Worin unterscheidet sich der Mildhybrid von Voll- und Plug-in-Hybrid?

Ein Mildhybrid kann nicht rein elektrisch fahren; seine E-Maschine leistet meist 5 bis 15 kW, die Batterie hat etwa 0,5 bis 1 kWh. Ein Vollhybrid fährt kurze Strecken rein elektrisch (E-Motor rund 40 bis 60 kW). Plug-in-Hybride schaffen meist 30 bis 100 Kilometer elektrisch, lassen sich extern laden und sind teurer. Reine Elektroautos fahren ausschließlich elektrisch mit deutlich größeren Batterien.

Für wen eignet sich ein Mildhybrid?

Vor allem für Einsteiger in die Elektromobilität, da kein externes Laden nötig ist und Mildhybride günstiger sind als Voll-, Plug-in-Hybride oder Elektroautos. Besonders im Stadtverkehr und auf Kurzstrecken spielt der Elektromotor durch Rekuperation seine Stärken aus.

Bekommt ein Mildhybrid ein E-Kennzeichen oder Steuervorteile?

Nein, ein E-Kennzeichen gibt es nicht, da dieses nur für extern aufladbare Fahrzeuge vorgesehen ist. Eine eigene Förderung besteht ebenfalls nicht mehr. Da die Kfz-Steuer aber an den CO2-Emissionen ausgerichtet ist und diese bei Mildhybriden etwas niedriger ausfallen, fällt die Steuer geringfügig günstiger aus.

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