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Plug-in-Hybrid

Elektrisch fahren und tanken können

Plug-in-Hybride (PHEV) nutzen sowohl einen Verbrennungs- als auch einen Elektromotor; eine intelligente Steuereinheit entscheidet je nach Situation, welcher Antrieb zum Einsatz kommt. Den Großteil der Leistung liefert ein Benzin- oder Dieselmotor, ergänzt durch einen Elektromotor mit meist 50 bis 100 kW und eine vergleichsweise große Batterie mit 10 bis 20 kWh oder mehr. Anders als Mild- und Vollhybride lässt sich ein Plug-in-Hybrid extern aufladen.

Häufige Fragen

Welche Vorteile hat ein Plug-in-Hybrid?

Er verbindet die Stärken von Verbrenner und Elektroauto: Dank der großen Batterie sind kurze bis mittlere Strecken rein elektrisch möglich, teils über 100 Kilometer, was Verbrauch und Emissionen deutlich senkt. Da jederzeit Benzin oder Diesel getankt werden kann, gibt es keine Reichweitensorgen. Viele Modelle laden inzwischen auch an DC-Schnellladesäulen.

Welche Nachteile hat ein Plug-in-Hybrid?

Der komplexe Aufbau macht ihn teurer in Anschaffung und Wartung – allerdings günstiger als ein reines Elektroauto. Motor und Batterie kosten etwas Stauraum, bei Kälte kann die Akkuleistung schwanken, und werden die Batterien nicht regelmäßig geladen, kann der Verbrauch durch das Zusatzgewicht höher sein als bei einem reinen Verbrenner.

Was sollte man bei einem Plug-in-Hybrid beachten?

Vor allem das regelmäßige Aufladen: Ein nicht geladener PHEV verbraucht mehr Sprit, und der teuer bezahlte Elektroantrieb bliebe ungenutzt. Das Laden der Batterie über den Verbrennungsmotor (Charge-Modus) sollte vermieden werden, da es ineffizient ist.

Wie viel Reichweite hat ein Plug-in-Hybrid?

Das hängt von Fahrzeug, Motoren und Fahrweise ab. Rein elektrisch sind je nach Modell und Batterie oft um die 100 Kilometer möglich, einzelne Modelle schaffen auch mehr. Kombiniert mit dem Verbrenner ergeben sich je nach Tankgröße sehr hohe Gesamtreichweiten.

Worin unterscheidet sich der Plug-in-Hybrid von Mild- und Vollhybrid?

Der PHEV kommt einem Elektroauto am nächsten: Nur er lässt sich extern laden und kann längere Strecken rein elektrisch fahren. Vollhybride schaffen nur wenige Kilometer elektrisch, Mildhybride können gar nicht allein elektrisch fahren. Durch die Lademöglichkeit kann ein Plug-in-Hybrid zudem unter bestimmten Bedingungen ein E-Kennzeichen erhalten.

Für wen lohnt sich ein Plug-in-Hybrid?

Für alle, die gern elektrisch fahren, aber nicht auf Verbrenner-Flexibilität verzichten wollen – besonders bei kurzen bis mittleren täglichen Wegen, etwa zur Arbeit. Im Stadtverkehr tendieren Verbrauch und Emissionen gegen null. Sinnvoll ist er auch für Haushalte mit eigener Photovoltaikanlage, die den Solarstrom direkt ins Auto laden können.

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